Was ist eigentlich "Stress"?

Stress bedeutet zunächst erst einmal nicht mehr als nur „Reiz“ (von außen). In der Medizin unterscheidet man zwischen positivem Stress, dem so genannten Eustress, und negativem Stress, dem so genannten Disstress.

 

Der positiv wirkende Eustress ist der Stress (Reiz von außen), den wir alle für ein normales Leben brauchen. Wenn er fehlt, fühlen wir uns antriebslos, schlapp und müde. Fehlenden Eustress merken Menschen, die sonst stark engagiert sind, zum Beispiel im berühmten “Wochenendloch“ oder “Urlaubsloch“. Ohne richtige Aufgabe kommen wir gar nicht erst auf Touren.

 

Der negativ wirkende Disstress stellt eine Überforderung der körperlichen und/oder mentalen Belastbarkeit dar. Von dieser Form von Stress fühlen wir uns “gestresst“.

Was passiert bei Stress im Körper?

Stress ist eigentlich eine uralte sinnvolle Reaktion des Körpers auf Gefahr. Die Menschen in der Vorzeit waren ständiger körperlicher Bedrohung durch wilde Tiere, Naturgewalten und feindlich gesinnte Artgenossen ausgesetzt. Auf derartige Gefahrensituationen musste der Körper blitzschnell reagieren. Der kanadische Arzt Hans Selye, der Vater der Stressforschung, beschreibt drei Phasen der Stressreaktion des Körpers: Alarmreaktion, Widerstandsphase und Erschöpfungsphase (Burn-out).

Stressphase 1: Die Alarmreaktion

(C)EcoView - Fotolia.com

In der Alarmreaktion erkennt der Körper die Gefahr und bereitet sich darauf vor, zu handeln – entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Innere (endokrine) Drüsen schütten Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus, die den Körper „unter Strom“ setzen: das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich, die Haut schwitzt stark, Blutdruck und Blutzucker steigen, große Mengen von Energieträgern (Zucker, Fette und Eiweiße) werden aus den Körperdepots freigesetzt. Diese Energie wird dann im Kampf oder auf der Flucht verbraucht.

Stressphase 2: die Widerstandsphase

Ist die Gefahr vorbei, baut der Körper in der Widerstandsphase die Stresshormone ab und stellt den normalen Funktionszustand seiner Organe wieder her.

Stressphase 3: Das Burn-out

(C)Mathieu Viennet - Fotolia.com

Geht die Stresssituation jedoch nicht vorüber sondern hält länger an, bleibt der Körper im Dauer-Alarmzustand. Das ist heute leider der Normalfall, denn die unmittelbare körperliche Reaktion auf Stress (Kampf oder Flucht) ist leider nur noch selten möglich. Denken Sie nur an die Situation in einem Stau, einem Meeting, oder einem Gespräch mit dem Chef. Kampf oder Flucht sind in der Regel unmöglich. Die Stresshormone überfluten den Körper jedoch mit Unmengen Energie. Der Energieüberschuss, den wir nicht verbrauchen können, belastet unseren Körper massiv! Dieser Zustand ist in etwa mit einer Überspannung im Stromnetz vergleichbar.

  • (C)rolphoto - Fotolia.com
  • (C)Mathieu Viennet - Fotolia.com

Dies kann schädliche Folgen für den Körper haben, weil sich der Stoffwechsel verändert: Der Körper baut bei Stress vermehrt körpereigenes Eiweiß ab. Dabei entsteht ein Teufelskreis: Der Eiweißabbau führt zur verstärkten Bildung von Stoffwechsel-Abfällen. Diese belasten unsere Körperzellen und bremsen ihre Energieproduktion massiv! Dies erhöht wiederum die Anfälligkeit des Körpers für Stress: Jede neue Aufgabe führt zu Nervosität, Frustration und zum Gefühl von Überlastung, Gehetztsein und Fremdbestimmung. Nicht selten kommt es dabei zu nervlichen Überreaktionen.

 

Der Stress verstärkt sich, was wiederum zu vermehrtem Eiweißabbau und weiterer Müllbildung in den Körperzellen führt. Diese Stoffwechsel-Schlacken rufen im Körper eine saure Reaktion hervor. Deshalb stimmt übrigens die Redewendung, dass jemand, der einen Wutanfall hat, „sauer“ ist.

 

Der Teufelskreis schließt sich und schaukelt sich selbst immer weiter auf: Kann die Stresssituation nicht beseitigt werden, tritt als dritte Phase schließlich die Erschöpfung – der Burn-out - ein, aus der sogar eine stressbedingte Gesundheitsstörung resultieren kann.

 

Dauerstress erschöpft die Energievorräte des Körpers. Am Ende ist er völlig ausgebrannt und übersäuert – Burn-out! In Extremfällen kann permanenter Stress sogar zum Tode führen, wenn der Körper seine absoluten Notfallreserven angreift.

Entgiften der sauren Stoffwechsel-Abfälle ist deshalb heute die wichtigste Maßnahme, um Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu erhalten oder, falls nötig, wieder zu gewinnen.

Zusammenfassung der Seite:

naturaprovita

Stress, Körper, oder, Burn, nicht, Körpers, Stoffwechsel, eine, Stressphase, Widerstandsphase, Diese, Kampf, Flucht, Alarmreaktion, Stresshormone, Gefahr, Reaktion, führt, Eustress, kann, Energie, einem, Aufgabe, stellt, durch, Stresssituation, Eiweißabbau, Teufelskreis, Körperzellen, wiederum, Entgiften, sogar, Dies, massiv, Mehr, wieder, heute, leider, selten, baut, jedoch, Menschen, erst, stark, wirkende, fühlen, Reiz, außen, sind, Disstress, eigentlich, genannten, verstärkt, berreaktionen, bremsen, Energieproduktion, ihre, einmal, vermehrtem, weiterer, Bildung, Abfällen, unsere, belasten, erhöht, nervlichen, berlastung, Gefühl, Gehetztsein, Fremdbestimmung, Nicht, Frustration, Nervosität, Jede, Anfälligkeit, neue, verstärkten, dabei, kommt, Eiweiß, Dieser, positivem, Zustand, etwa, berspannung, einer, unseren, belastet, Unmengen, überfluten, Energieüberschuss, verbrauchen, können, Stromnetz, vergleichbar, vermehrt, verändert, körpereigenes, Müllbildung, entsteht